Der Werkstoff Holz

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und einer der stabilsten Stoffe im Pflanzenreich. Somit ist Holz die ideale Basis für nachhaltiges Bauen.

Hölzer unterscheiden sich durch äußere Merkmale wie Farbe, Maserung und Härte. Licht oder Feuchtigkeit sowie die verschiedenen Behandlungsarten haben einen Einfluss auf das Aussehen und die Qualität des Holzes.

Holz ist auch deshalb ein beliebter Rohstoff, weil er Eigenschaften hat, die man sich gut zu Nutze machen kann. Dazu gehören die hohe Druckfestigkeit bei gleichzeitiger Elastizität und die oft große Beständigkeit.

Die meist verbreiteste Holzart ist Fichtenholz, es ist weich, leicht und wird meist für Dachstühle, Möbel, Fenster und Türen verwendet. Um Holz aber erstmal zu solchen Produkten wie Bauholz weiterverarbeiten zu können und um Schäden wie Verschalen, Reißen oder Verwerfen des Holzes zu vemeiden, muss es nach dem Fällen erstmal getrocknet werden (frisches Holz besitzt ca. 40 % Wasseranteil). Frisch gefälltes Nadel- oder Weichholz benötigt ungefähr ein Jahr zum Trocknen, Hartholz hingegen bis zu drei Jahren.

Nach spezifischen Eigenschaften wie Härte, Gewicht und Festigkeit kann man einzelne Hölzer einteilen. Wir wollen uns nun einige Eigenschaften von Holz etwas genauer anschauen und untersuchen, wie sich Hölzer voneinander unterscheiden.

Ein Baum besteht nicht immer aus einer homogenen Holzschicht, sondern setzt sich aus verschiedenen Lagen zusammen. Grob lässt sich das Holz in Splint- und Kernholz unterteilen. Das Splintholz ist die äußere Zone des Baumes. Das Kernholz im Inneren des Baumes dient der Stabilisierung.

Jede Holzart hat individuelle Eigenschaften, die je nach Verwendungszweck sowie Einsatzbereich von Vorteil sind:

Buche

Baumart: Laubbaum
Festigkeit: sehr hart
Holzfarbe Splint: hellgelblich bis rötlichgrau
Holzfarbe Kern: unterscheidet sich kaum vom Splint
Textur: leicht gefladert, gestreift, feinnadelrissig
Rinde: glatt und graugrün, im Alter silbergrau

Buchenholz besticht durch seine Härte und Glätte und ist in Deutschland eines der gefragtesten Möbelhölzer. Durch eine sehr hohe Druckfestigkeit eignet es sich ideal für den Gebrauch als Fußbodenbelag.

Douglasie

Baumart: Nadelbaum
Festigkeit: weich
Holzfarbe Splint: geblichweiß bis rötlich-weiß
Holzfarbe Kern: gelbbraun bis rotbraun
Textur: deutlich gefladert, gestreift
Rinde:
dunkelgrau, blasenförmige Harzbeulen

Das Holz der Douglasie besitzt ausgesprochen gute technologisch-mechanische Eigenschaften sowie für Nadelhölzer eine gute natürliche Dauerhaftigkeit. Dadurch ist es ein geeignetes Bau- und Konstruktionsholz, vor allem für Fachwerk, Balkone und andere Vorbauten.

Azobé | Eisenholz

Baumart: Laubbaum
Festigkeit: enorm hart
Holzfarbe Splint: hell rötlichbraun bis grau
Holzfarbe Kern: rotbraunen, leicht violett

Azobé wird für den konstruktiven Außen- und Wasserbau gleichermaßen geschätzt und eingesetzt. Für besonders stark beanspruchte Bauteile mit größerer Maßtoleranz ist Azobé geeignet im Hafenbau, für Brücken, Schwimmstege, Kühlturmbau, Kläranlagen, Lärm- und Sichtschutzwände und Zaunanlagen.

Fichte

Baumart: Nadelbaum
Festigkeit: weich
Holzfarbe Splint: unterscheidet sich nicht vom Kern
Holzfarbe Kern:
gelblichweiß Frühholz, rötlichgelb Spätholz
Textur: schwach glänzend, gefladert, gestreift
Rinde:
glatt und hellbraun, blättert im Alter in dünnen Schuppen ab

Im Innenausbau findet Fichtenholz sowohl für Dachstühle, tragende Wände und Decken als auch für Fußböden, Wand- und Deckenbekleidungen, Treppen und Einbaumöbel Verwendung.

Kastanie

Baumart: Laubbaum
Festigkeit: sehr hart
Holzfarbe Splint: grauweiß
Holzfarbe Kern: gelblich bis dunkelbraun
Textur: gefladert, gestreift, manchmal geflammt/geriegelt
Rinde: tiefgrau und glatt, im Alter bräunlich-grau bis dunkelbraun

Das Holz der Edelkastanie wird vor allem in der Möbelindustrie zur Herstellung von Einbauschränken, Türrahmen, Fenstersimsen oder Vertäfelungen verwendet, aber auch als Konstruktionsholz im Dachbereich oder Schiffsbau.

Kiefer

Baumart: Nadelbaum
Festigkeit:
weich
Holzfarbe Splint:
hellgelbweißlich bis rötweißlich
Holzfarbe Kern:
rötlichgelb, je älter desto dunkler
Textur:
gefladert, gestreift
Rinde:
unterer Stammteil graubraun, oberer Stammteil gelbrot

Die Kiefer ist ein Nadelbaum, dessen Holz sich als Konstruktions- und Ausstattungsholz vielfältig einsetzen lässt. Im Bau- und Modernisierungsbereich dient Kiefernholz aufgrund seiner Dauerhaftigkeit, guten Tragfähigkeit und ansprechender Farbgebung für Türen, Fenster und Fassadenelemente.

Kirsche

Baumart: Laubbaum
Festigkeit: hart
olzfarbe Splint: gelblich-weiß
Holzfarbe Kern: rötlich bis gelbbraun
Textur: dunkle, braune Adern
Rinde: glänzend, rot- oder graubraun

Als klassisches Ausstattungsholz mit guten technischen Eigenschaften, feiner Struktur und einer rotbraunen Mahagoni ähnlichen Farbe, zählt die Kirsche derzeit zu den wertvollsten Hölzern für Möbel und den hochwertigen Innenausbau.

Robinie

Baumart: Laubbaum
Festigkeit:
sehr hart
Holzfarbe Splint:
hellgelb bis grünlichgelb
Holzfarbe Kern:
grünlichgelb bis olivengelb, dunkelt nach
Textur: gestreift, gefladert, mattglänzend
Rinde:
braungrau

Als klassisches Ausstattungsholz mit guten technischen Eigenschaften, feiner Struktur und einer rotbraunen Mahagoni ähnlichen Farbe, zählt die Kirsche derzeit zu den wertvollsten Hölzern für Möbel und den hochwertigen Innenausbau.

Tanne

Baumart: Nadelbaum
Festigkeit: weich
Holzfarbe Splint: Frühholz fast weiß, Spätholz blaßrötlich, grauer Schimmer
Holzfarbe Kern: unterscheidet sich kaum vom Splint
Textur: schwach gefladert und gestreift
Rinde: weißgrau bis grüngrau, im Alter bilden sich Borkenschuppen

Sichtbare Konstruktionen aus Tannenholz wirken deshalb oft hochwertiger und sind beständiger gegen Säuren und Basen. Ein Vorteil der Tanne gegenüber der Fichte ist, dass es zu keinem Harzaustritt kommen kann. Die Tanne besitzt nämlich keine Harzkanäle. Deswegen ist das Holz der Tanne auch im Einsatz bei kontaktintensiven Möbeln, wie Stühlen und Tischen, das gefragtere Holz.

Teak

Baumart: Laubbaum
Festigkeit:
hart
Holzfarbe Splint:
weißlich bis grau
Holzfarbe Kern:
goldgelb, verfärbt sich mittel- bis dunkelbraun
Textur:
gefladert, grobnadelrissig, mattglänzend
Rinde:
grau und längsrissig

Teak ist aufgrund des außergewöhnlich guten Stehvermögens und der hohen Resistenz gegen Pilzbefall besonders geeignet für konstruktive Außenanwendungen mit hohen Anforderungen an die Maßhaltigkeit, z. B. für Rahmenkonstruktionen jeder Art (Fenster, Türen, etc.), im Schiffsbau vor allem für Decks und Aufbauten, im Garten- und Landschaftsbau für Gartenmöbel, Parkbänke und ähnliche Objekte.

Pappel

Baumart: Laubbaum
Festigkeit:
weich
Holzfarbe Splint: weißlich bis gelblich
Holzfarbe Kern: hellbraun
Textur: schwach gestreift, gemasert oder gefladert
Rinde: glatt, schwarzgrau

Pappelholz wird überwiegend zu Schälfurnieren für Sperrholz, Verpackungen und Zündhölzer verarbeitet. Größere Mengen gehen auch in die Herstellung von Zellstoff und diversen Plattenwerkstoffen (Faserplatten, Spanplatten, OSB; u. a.). Vollholz wird für Außenverkleidungen sowie besondere Produkte wie z. B. Möbel und generellen Innenausbau, Spezial-Holzkohle und im Saunabau verwendet.

Lärche

Baumart: Nadelbaum
Festigkeit: hart
Holzfarbe Splint: blass rötlich
Holzfarbe Kern: gelblich, rötlich- bis orangebraun
Textur: gefladert, gestreift
Rinde: rötlich-grau, bis rotbraun, feinrissig-schuppig

Lärchenholz ist durch sein dekoratives Aussehen ein beliebtes Ausstattungsholz. Im Haus- und Wohnungsbau wird das Holz der Lärche für Haustüren, Fenster, Garagentore, Fassadenelemente sowie für Verkleidungen von Dachüberständen oder Balkonen verwendet. Im Innenbereich wird Lärchenholz gerne für Küchenmöbel, aber auch für Parkett- und Dielenböden, Treppen und Decken- oder Wandverkleidungen eingesetzt.